Karl-Mammele-Str. 14
71732 Tamm

Quadratisch, praktisch, gut ist das Herzstück unsrer Gemeinde, die St.-Petrus-Kirche. Mit ihrer Geradlinigkeit und Betonbauweise ist sie in Stil und Material charakteristisch für die Sakralarchitektur der 60er Jahre in Deutschland. Architekt Eberhard Steim realisierte den Bau 1968, Altar, Tabernakel, Ambo und Christusstele wurden von Gottfried Gruner gestaltet. Die Kirche auf quadratischem Grundriss hat eine ebenfalls auf dem Quadrat aufgebaute Deckenstruktur, die offen gezeigt wird. Über dem Altar sind vier Deckenfelder mit Oberlichtern geöffnet, der Altar steht im hellsten Bereich der Kirche. Das umlaufende Fensterband ist in leuchtendem Rot, Blau, Gelb und Weiß gestaltet.

Der schräge Wandabschluss hinter dem Altar erfolgte im Jahr 1989 gleichzeitig mit einer Neugestaltung des Altarraums durch Rudolf Kurz. Im Jahr 2012 wurde diese Wand gelb lasiert, um dem Altarraum einen weiteren Farbakzent zu verleihen. Der im Jahr 1989 im Altarraum platzierte zweite Taufstein wurde bei der Renovierung 2012 wieder entfernt. Dafür wurde das ursprüngliche Taufbecken mit einer Bronzedarstellung des Durchzugs durch das Rote Meer mit einer Bronzeschale ausgestattet und wieder in Betrieb genommen.Schließlich wurde der Priestersitz im linken Bereich des Chorraums platziert und darüber hinaus ein zusätzlicher Gang im Mittelblock geschaffen, so dass nun ein Einzug auf den Altar hin möglich ist.

Einen besonderen Blickfang bietet der Bilderzyklus "Passion" von Rasso Rothacker.

Im Jahr 2005 wurde die Seitenkapelle mit dem Marienaltar durch das Architektenbüro Kreuz + Kreuz aus Stuttgart neu gestaltet.

Eine neue Beleuchtung für St. Petrus

Schon seit der Dachsanierung im Jahr 2017 ist der Einbau einer neuen Beleuchtung in St. Petrus geplant. Der Bauausschuss war in der Zwischenzeit in der Sache rege tätig. Dass sich der Baubeginn so lange verzögert hat, lag daran, dass wir für die Baumaßnahme Fördermittel des Bundes und der Diözese beantragt haben. Dieser Vorgang dauerte schließlich so lange, dass ein Baubeginn in 2021 nicht mehr durchführbar war. Inzwischen sind die Fördermittel im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI, vgl. https://www.klimaschutz.de/de) der Bundesregierung genehmigt und auch die Diözese Rottenburg-Stuttgart wird die Umbaumaßnahme finanziell unterstützen. Nachdem diese Zusagen vorlagen, sind  und die Leuchten inzwischen bestellt.

Folgende Maßnahmen sind geplant:

Kirchenraum:

  • Teilweises Entfernen der Kirchenbänke
  • Abdeckung der Orgel
  • Leeräumen der Kirche
  • Abdecken/Entfernen der Gemälde
  • Stellen des Flächengerüsts
  • Entfernen der bisherigen Leuchten
  • Ergänzen der Verkabelung
  • Montage der neuen Leuchten
  • Montage der neuen Lichtsteuerung
  • Streichen der Decke und des Altarraums

Parallel dazu:

  • Abbau der Beleuchtung in der Werktagskapelle
  • Umrüstung der Beleuchtung der Werktagskapelle auf LED
  • Wiedermontage der Beleuchtung der Werktagskapelle

Der Renovierungsplan steht
Anfang April 2022 fand eine große Baubesprechung für die Arbeiten zum Einbau der neuen Beleuchtung in St. Petrus statt. Da mehrere Gewerke Hand in Hand arbeiten müssen ist eine gute Planung gefragt. Inzwischen wurden die Leuchten in der Seitenkapelle ausgebaut, da sie ebenfalls auf LED-Technik umgerüstet werden.
Direkt nach der Firmung Ende Mai geht es dann richtig los: Als Erstes wird die Orgel eingehaust, damit sie keinen Schaden nimmt und nicht verdreckt. Danach muss der ganze Kirchenraum ausgeräumt und Teile der Bänke und die alten Lampen entfernt werden. Wenn die Kirche leer ist, wird das große Flächengerüst aufgebaut, damit Elektriker und Maler ungehindert an die Decke können, um die neuen Leuchten einzubauen und danach die Decke zu streichen und die Fenster zu reinigen.
Sobald die Leuchten eingebaut und angeschlossen sind, werden sie gründlich getestet und die neue Lichtsteuerung programmiert. Erst danach wird das Gerüst wieder abgebaut und dann heißt es putzen. Zuletzt wird die Orgel ausgehaust und alles wieder eingeräumt.
Während der gesamten Bauzeit kann die Kirche nicht benutzt werden und bleibt für Besucher geschlossen. Alle Gottesdienste finden daher vom 29. Mai bis voraussichtlich 24. Juli in Maria Trost statt. Die Arbeiten sollen – wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt – bis zu den Sommerferien erledigt sein, so dass am 31. Juli der Gottesdienst wieder in St. Petrus stattfindet.

St. Petrus in Fakten & Zahlen

  • 1967 Baubeginn (Architekt: Eberhard Reim)
  • 1969 Einweihung
  • 1989 Umgestaltung des Altarraums durch Rudolf Kurz
  • 1994/95 Einbau des behindertengerechten Eingangs
  • 2005 Umgestaltung der Werktagskapelle  durch Kreuz + Kreuz
  • 2007 Einbau der neuen Orgel durch die Firma Fischer +Krämer
  • 2012 Renovierung des Altarraums durch Kreuz + Kreuz

 

Öffnungszeiten:

Die Öffnungszeiten der Kirche können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.